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Etiketten aufbewahren

Auf Etiketten stehen viele Hinweise. Neben dem Namen des Garnes und der Firma findet man die Materialzusammensetzung, Lauflänge, Gewicht, Herkunftsland, Pflegehinweise, Maschenprobe, Nadelstärke, Farb- und Partienummer. Einige Angaben sind vorgeschrieben (u.a. vom deutschen Textilkennzeichnungsgesetz), andere Angaben wie die Maschenprobe oder Nadelstärke sind Empfehlungen. 

Warum aber ist es wichtig, möglichst alle Etiketten aufzuheben, zumindest so lange, bis Ihr Strickstück fertig ist?

1. Wenn Sie das Material reklamieren müssen, beispielsweise bei Farbabweichungen im Strickbild, besteht der Hersteller i.d.R. auf Einsendung aller Etiketten. Denn nur so kann überprüft werden, ob bei allen Knäueln dieselbe Farbpartie verarbeitet wurde. Oder ob das Strickstück vorschriftsmäßig gewaschen wurde. 

2. Es soll vorkommen, dass ein halb fertiges Projekt im Schrank und damit aus dem Blickfeld verschwindet. Wenn man dann nach einiger Zeit weiterstricken möchte, weiß man anhand der Etiketten, um welches Garn es sich handelt.

3. Und wenn sich dann herausstellt, dass die gekaufte Menge nicht ausreicht, kann man dank Etikett versuchen, im Wollgeschäft die Wolle nachzukaufen. Wie oft haben mir Kunden ein Stück Wolle unter die Nase gehalten mit der Bemerkung: "die habe ich vor ein paar Jahren mal bei Ihnen gekauft und nun brauch ich noch was." Da war guter Rat teuer und meist konnte ich nicht mehr helfen. Mit Etikett wäre es ein weitaus kleineres Problem gewesen, denn qualifizierte Fachgeschäfte sind in der Lage, über eine sogenannte Suchliste das noch fehlende Marterial zu besorgen, meistens jedenfalls.

4. Wollreste zusammen mit einem Etikett aufbewahren ist auch deshalb sinnvoll, damit man später weiß, womit man es gut kombinieren kann.